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Aqua_Plan I-III (Verena Rempel)

Aqua_Plan I-III

Verena Rempel

verenarempel 'at' i-one.at

III-I الخطة المائية

فيرينا ريمبل

شارك بالمشروع: دكتورة ورقاء برمدا، رفاه مدور، جيم يوسيتاس، يان فاختر، دانا شركسي

مشاريع فنية في الأماكن العامةمن مميزات الاماكن العامة انها تتيح المجال للتلاقي والتبادل ومعالجة المعروض ومن ثم فان الفن في الاماكن العامة يعني الجميع ويمكنه ان يجدد نظرة الجمهور الى محيط اجتماعي سياسي معين او الى المكان والزمان بشكل عام. فقد طغى عامل الاعتياد على البنايات والتماثيل التقليدية بطبيعة الحال فلم تعد تؤثر على الناس الاّ في نطاق احتفالات تتم حولها، حينها يمكن لهذا النوع من الفن ان يكون رمزا للذكرى والتذكار، اما الفن المركب ومتعدد الطبقات فيتطلب نوعا وشكلا جديدا من التعبير ويصعب من خلاله اثارة انتباه الجمهور دون تحييره. ونظرا لعدم اعتياد الجمهور السوري على طريقة التركيب والتغيير الفنّية وصلت لقناعتي بأهمية تطبيقها للتعبير عن موقفي من ظروف الحياة المدنية وجوانبها الهندسية والتاريخية والاجتماعية والنفسية، وكان الهدف توعية الجمهور تجاه حماية البيئة عبر ربط الفن بمحيط المشاهد وبيئته. ة

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Stadt_Raum_Wasser
Installation_Intervention_Fotografie

Recherche

Die globale und besonders die lokale Bedeutung des kostbaren Rohstoffs Wasser, dessen Verfügbarkeit, seine Verteilung und die damit verbundene politische Brisanz sowie die ökologischen Aspekte waren Arbeitsansätze für meine Recherche in Damaskus. Ein zufällig bestimmter Wohnort innerhalb Damaskus, in einem typisch arabischen Haus im Altstadtviertel Bab Tuma, wurde als Basis definiert; von dort aus wurde die Stadt erkundet. Ich beschäftigte mich mit dem Flussarm des Barada, der unmittelbar außerhalb der Stadtmauer an diesem Viertel vorbeifließt. Der Barada entspringt im Antilibanongebirge nordwestlich der Stadt und teilt sich in sieben zum Teil künstliche Flussarme, die durch Damaskus führen. Das Wasser wird von den höher liegenden Vierteln in die niedriger liegenden geleitet; dies führt zu einer ungerechten Wasserverteilung und zunehmender Verschmutzung. Durch Fotografien habe ich den gesamten Verlauf dieses Flussarms durch die Stadt und dessen Zustand dokumentiert. Die Stadt als einen zu analysierenden und zu erforschenden Raum zu sehen und die Suche nach einem geeigneten Ort für eine Installation, die im Bezug zum Fluss steht, sowie deren Realisierung waren konkrete Projektziele. Einen anderen Aspekt in der persönlichen und thematisch gebundenen Erschließung Damaskus lieferte mir ein ständig wiederkehrender Gegenstand des alltäglichen Lebens, unabhängig von Aufenthaltsort und Tageszeit: die Plastikwasserflasche der Firma Boukein Water Co. Sie wurde, durch ihre immer währende Präsenz, zu einem Synonym für Trinkwasser, da die Herstellerfirma das staatliche Trinkwassermonopol repräsentiert. Im Gegensatz zur oft hypertrophen, aus aller Welt herbeigeschafften Produktvielfalt, die wir in Europa kennen, ist solch ein alltägliches Unikat etwas Neues. Es sind soziale Strukturen sichtbarer geworden, denn vergleichsweise teures Trinkwasser aus Plastikflaschen wird vornehmlich von Touristen und der Oberschicht konsumiert, zum Beispiel in Restaurants. Die Tradition der öffentlichen Trinkwasserbrunnen im allgemeinen Stadtbild, auf öffentlichen Plätze und der Springbrunnen in den Innenhöfen arabischer Häuser wird von solchen Modernisierungsattributen überlagert.

Kunstprojekte im öffentlichen Raum

Öffentlicher Raum ermöglicht im Idealfall Begegnung, Kommunikation, Auseinandersetzung. Kunst im öffentlichen Raum betrifft alle, sie kann Sichtweisen auf ein spezifisches soziales und politisches Umfeld, auf Raum und Zeit aktualisieren. Bei traditionellen Monumenten und "Denk"-mälern dominiert jedoch längst der Gewöhnungsfaktor. Höchstens in Verbindung mit Festakten haben sie noch erinnernde Sinnbildfunktionen. Komplexität und Vielschichtigkeit verlangt nach anderen Formen. Ohne Irritationen gelingt es kaum Aufmerksamkeit zu sensibilisieren. Gerade weil meine syrischen Gesprächspartner mit den Begriffen "Installation"oder "Intervention" in Verbindung mit Kunst wenig vertraut waren, schien es mir wichtig, auf diese Weise zu urbanen, architektonischen, historischen, gesellschaftlichen und psychologischen Lebensbedingungen Stellung zu nehmen. Durch den Bezug zwischen Kunst und Umwelt sollte ein ökologisches Bewusstsein der Rezipienten ausgebildet werden.

Projekt in der Wüste/Palmyra

Architekturprojekt

Die als Fotomontage am Computer entstandene Intervention in den historischen Ruinen von Palmyra ist im Sinn utopischer Architektur gedacht. Teile der Gebäude werden durch Plastikwasserflaschen als Bausubstanz ersetzt. Die Flasche wird zum Symbol unserer Zeit, deren Materialität plakative Begriffe wie Wegwerfgesellschaft oder Konsumgesellschaft impliziert.
AQUA_PLAN I-III :: Palmyra
Die Müllproduktion wird ästhetisiert, um Künstlichkeit und Natur in ein Spannungsfeld zu bringen. Dies wird auch auf anderen Ebenen bestärkt: durch die Divergenz zwischen der Touristenattraktion Palmyra und den Relikten einer alten Hochkultur, der Blütezeit der Oase als Paradies und ihrer Vergänglichkeit, durch ihren ursprünglich vieles ermöglichenden Wasserreichtum und den jetzigen Wassermangel in der Region.

Projekte im urbanen Raum/Damaskus

Brückeninstallation

Ein Damaszener Spengler hat nach meinem Konzept ein Objekt angefertigt, das die entsprechenden Codes in Aussehen, Material und Bauweise der üblichen städtischen Trinkwasserbrunnen verwendet.
AQUA_PLAN I-III :: Brückeninstallation
In der Stadt, an einem Brückengeländer installiert, ist dieser "Trinkwasserbrunnen" jedoch nur fake; das Wasser zuleitende Rohr führt, seiner eigentlichen Funktion enthoben, in den stark verschmutzten Barada-Fluss. Das vermeintlich vertraute Objekt irritiert den Passanten durch seine falsche Platzierung im öffentlichen Raum und konfrontiert mit der vorhandenen Problematik der Umweltverschmutzung.

Innenhofinstallation

In einem Haus in der Altstadt von Damaskus wurden im Innenhof, dessen Zentrum ein Brunnen bildet, leere "Boukein"- Plastikwasserflaschen nebeneinander aufgestellt, bis diese die gesamte Bodenfläche bedeckten. Die strukturierte Anordnung erzeugt den ornamenthaften Charakter eines Mosaiks, ihre bläuliche Farbgebung erinnert den Betrachter an Wasserflächen.
AQUA_PLAN I-III :: Brunnen
Durch die Besetzung des halböffentlichen Raumes "Innenhof" wird dieser als wichtiger sozialer Kreuzungspunkt-er ist von allen Zimmern aus zugäglich- entfunktionalisiert. Die Störung wird zum Denkimpuls, die Plastikflasche zum Synonym für sauberes Trinkwasser, da es ständigen Tests seitens der Firma unterliegt. Sein Konsum ist jedoch ein Privileg jener, die es sich leisten können; darauf spielt die ästhetisierte, als Fotoserie festgehaltene Aktion an. Die Menge Tag für Tag geleerter und schließlich - da nicht recycelbar- weggeworfener Flaschen wird vor Augen geführt. Zugleich bekommen durch den künstlerischen Gebrauch eines Abfallprodukts, Transformationen andere Denkräume zugeordnet.

365 damaskuswien :: angelika mathis
fotofiktionen :: cem yücetas
dori dorak, wer ist dran? :: christoph euler-rolle, irene lucas, lisa schmidt-colinet
helm & kaftan :: constantin luser
netze :: erfan khalifa
falke :: peter kishur, helga schania, katharina schendl
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alltagssynfonien :: korinna lindinger, stefanie wuschitz
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schuhtaxi :: natalija ribovic, tatia skhirtladze
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